KJP - Dr. med. Thomas Kahlen

Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie

Was ist, was macht ein Kinder- und Jugendpsychiater?

Ein Kinder- und Jugendpsychiater ist ein Facharzt. Er hat Medizin studiert und eine mehrjährige Weiterbildung in einer Klinik absolviert. Anders als andere nicht ärztliche Psychotherapeuten darf er auch z.B. Ergo- oder Sprachtherapie und Medikamente verschreiben, sowie Überweisungen zu anderen Spezialisten und Einweisungen ins Krankenhaus ausstellen. In der Regel hat er eine fundierte Psychotherapieausbildung und zum Teil auch weitere Zusatzqualifikationen erfolgreich abgeschlossen.

Das erste "Untersuchungsinstrument" des Kinder- und Jugendpsychiaters ist das Gespräch. Gemeinsam mit den Kindern/Jugendlichen und den Sorgeberechtigten versucht er, die Probleme und deren Zusammenhänge zu verstehen, aber auch die Fähigkeiten und Stärken kennen zu lernen, nach dem Anliegen/Auftrag zu fragen und eine gezielte und individuelle Diagnostik zu vereinbaren, die u.a. von einer sozialpsychiatrischen Mitarbeiterin (Praxistherapeutin) durchgeführt wird. 
Hierzu können psychologische Testverfahren (z.B. der Intelligenz, der Daueraufmerksamkeit und Konzentration, der Lese- und Rechtschreib- und Rechenfertigkeiten, der emotionalen Befindlichkeiten), Fragenbogen und eine körperlich-neurologische Untersuchung gehören. Gelegentlich veranlasst er auch weitere medizinische Untersuchungen.

In einem Gespräch mit dem Kind/Jugendlichen und den Sorgeberechtigten werden die Ergebnisse der Diagnostik erklärt, ein Behandlungsverschlag gemacht und zusammen überlegt, welche Hilfen sinnvoll seien könnten. Hierzu kann auch eine medikamentöse Behandlung gehören.

Nicht alle Therapien führt der Kinder- und Jugendpsychiater selbst durch. Einzel- und Gruppentermine werden auch von den Praxistherapeutinnen im Rahmen der Sozialpsychiatrischen Vereinbarung durchgeführt. Oder er verweist an andere Institutionen (Frühförderung, Erziehungsberatung, Ergo-, Sprach- und Physiotherapie, Jugendamt, Tagesklinik, stationäre Einrichtungen, etc.). 
Nur mit Ihrem/deinem Einverständnis nimmt er zu diesen Institutionen Kontakt auf, da er unter Schweigepflicht steht. Er spricht also nicht heimlich, z.B. mit Lehrern oder Behörden über dich/Sie.

Näheres auch im Flyer